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Frauenfeindlich oder Postgender? – Männermodel wirbt für BH


Klar, deutlicher kann man den Punkt nicht rüberbringen:  der BH zaubert zwei Körbchengrößen mehr hin, auch dort, wo vorher nix war. Eine holländische Unterwäsche-Marke namens HEMA hat Andrej Peijic verpflichtet. Wer das ist? Eine Art Transenmodel, das sowohl für Männer als auch Damenkollektionen läuft. Eigentlich eine coole Neuinterpretation von Geschlechterrollen, nicht Mann, nicht Frau – oder aber beides und beides sogar besonders toll.

Aber es gibt da doch so einen Punkt, der mich stört. Denn der schöne Andrej ist eigentlich die Frau 2.0, die sich Modemacher immer wünschen. Androgyn, ohne Busen, ohne Hüften, ohne Cellulitis. Perfekt geeigneter Kleiderständer. Nur eben keine Frau. Postgener und frauenfeindlich zugleich, weil eben kaum eine Frau so aussehen kann, wenn sie sich nicht völlig gegen ihre Natur wehrt und sich auf  die Knochen runterhungert. Deswegen wird aus der augenzwinkernden, ach so toleranten Wahl des Models ein sehr intoleranter Akt gegen die Frauenfigur.

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Navabi – schöne Designer-Mode für Größe 40+


Ich wollte mal schauen, was die Designer so treiben für Größe 40 +, ich hab ja schon seit längerem angemahnt, dass da mal was passieren sollte. Und da stoß ich auf die Webseite von Navabi. Ich bin hellauf begeistert. Keine Magermodels zeigen die Kleider, sondern wunderschöne Models mit Maßen, mit denen sich die Kundschaft identifizieren kann. Die Designer, darunter Sallie Sahne, Cavalli, Tuzzi Nero oder – wers legerer mag – By S.Oliver sind weit weg von spießigen Dicken-Zelten. Graue Maus geht anders. Bei Navabi gibt es eigentlich alles, was man gerne trägt. Und was gut ausschaut. Ein Magazin auf der Webseite zeigt mögliche Kombinationen und Trends. Ich bin ehrlich begeistert und wünsche dem Online-Geschäft viel Glück. Kundschaft dafür gibt es genug.

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Mode für moderne Prinzessinnen


Wer sich fragt, woher all die Kleider stammen, die auf Filmevents, glamourösen Partys oder auf Galas zu bewundern sind, der bekommt fast stereotyp die Antwort: Chanel, Armani, Dior, Valentino…aber ganz so ist es nicht. Immer wieder schaffen es talentierte Newcomer, traumhafte Roben zu lancieren. So haben Rodarte oder Marchesa in Hollywood Karriere gemacht oder Talbot Runhof oder Caviar Gauche hierzulande. Und jetzt kommt wieder eine neue Modehoffnung aus München, Kay Rainer.

Der Münchner schneidert Haute Couture Roben aus Seide, luftige Ballkleider und aufwändige Brautkleider, alle wunderschön, hochwertigst gearbeitet und fast jedes Kleid ein Unikat. „Ich habe zwei Linien. Zum einen Entwürfe, die in kleiner Serie gefertigt werden. Die kosten zwischen 600 und 1.200 Euro, die kann man auch in Boutiquen kaufen. Und es gibt Gold-Couture, Maßanfertigungen, die echte Haute Couture sind.“ Gerade erfüllt er wieder einer Frau den Traum, am schönsten Tag ihres Lebens eine Sissi zu sein…In der kommenden Ballsaison werden die Societyladies in irisierenden Seidenroben glänzen, die je nach Lichteinfall, mal rot mal golden schimmern und mit dezentem Leoprint glänzen. Oder große Blumen blühen auf Empireroben aus schwerer Seide – das kann man auch nächsten Sommer noch tragen…

Kay Rainers größter Coup bislang waren die sattroten Kleider der Brautjungfern bei der letzten Becker-Hochzeit. Da strahlten dann Bohlen-Ex Estefania oder Judith Kamps in seinem Entwurf um die Wette. Auch die Schauspielerin und Moderatorin Alina Gerber vertraut dem Modegespür von Kay Rainer. „Mein Traum wäre es, einmal Victoria Beckham einzukleiden – ich finde die großartig. Und hier in Deutschland Iris Berben. Tolle Frau, toller Geschmack, immer in toller Mode“, so Rainer. Auch Bunte-Chefin Patricia Riekel steht oben auf seiner Liste. Die Idee ist nicht mal unwahrscheinlich, der Designer hat eine nicht ganz gewöhnliche Karriere hingelegt. „Ich habe nach der Schule eine Banklehre gemacht, erst mal was Vernünftiges. Das kommt mir auch jetzt zugute, nur kreativ sein allein reicht nicht in der Modebranche. Danach war aber klar, ich muss was mit Mode machen. Ich hab schon als Fünfjähriger meine Mutter bei Kleiderfragen beraten.“ Schneiderlehre macht er keine, sondern studiert an der Münchner Esmod. „Schneidern kann einen bei der Kreativität einschränken. Ich mach einen Entwurf und geb den meiner Schnittmeisterin, die setzt meine Ideen dann um.“ Nach der Schule träumt er nicht wie andere von Schauen in Paris, sondern geht ins Mekka des Showbiz, nach Los Angeles. „Ich dachte mir, Los Angeles ist so ein bisschen wie München. Viel Glamour, viel Bussi Bussi.“ Eine Stelle findet er bei Anja Flint, der Schwester von Schauspielerin Katja Flint. Da war er vom Design bis zum UPS – Versand für alles zuständig, lernte die Arbeit in einem Designhaus von der Pike auf.

Derzeit ist er bei der Modeagentur Artis, die Corporate Fashion designt – also Mode, die Firmen wie Fiat oder Hitachi in ihren Shops verkaufen und die das Marken-Image aufwerten soll. Gleichzeit hat er seit 2008 sein eigenes Label gegründet, immer mehr Boutiquen fragen an, die seine Kleider führen wollen. „viele Frauen erzählen mir, dass es für sie keine Kleider gibt in München. Stilvolle Mode für offizielle Gelegenheiten, das ist die Marktlücke, die ich sehe. In München ist man etwas zugeknöpfter, nicht ganz so offenherzig. Und sehr schick und elegant – der Berliner Schlabberlook geht hier gar nicht. Aber Zeitschriften wie die Bunte oder Instyle haben beigetragen, dass alle auf dem roten Teppich maximal gut aussehen wollen – die Konkurrenz schläft nicht. Mit meinen Kleidern würden natürlich alle super aussehen “, grinst Rainer.

Und wie sieht er Mode selbst? Denn ein Paradiesvogel wie Moshammer oder Glööckler ist er nicht. Das sieht Rainer gelassen: „Ich gebe zu, das fehlt schon in München, so einer wie der Mosi. Der hatte was – und er war auch ein toller Vermarkter seiner Mode. Ich persönlich möchte nicht so überkandidelt sein. Klar, mit dem Label Modezar könnte ich gut leben – wenn man dabei nicht aussehen muss wie Ludwig II:  Ich bin ein Landbua – und da auch stolz drauf. Ich hoffe, dass die Frauen, die meine Sachen tragen, damit herausstechen – und allen erzählen, von wem die Kleider sind.“

Bald könnte es soweit sein, dass jeder Kay Rainer kennt – denn er hat große Pläne, es soll eine Linie für die breite Masse geben, er ist bereits mit Herstellern und Vertrieben in Verhandlung. Man darf gespannt sein – und sich den Namen Kay Rainer schon mal merken.

http://www.kayrainer.com/home_ger.html, der Showroom ist im Arabella Sheraton

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