Archiv der Kategorie: Games

Männermode und TV-Serien


Wer macht eigentlich welche Trends? Ich habe mittlerweile das Gefühl, die Fernsehserien sind ganz vorne mit dabei, zu definieren, was Mode ist und was nicht – vor allem bei Männern, man sollte es nicht für möglich halten. So sehe ich derzeit so einige Charlie Harper-Doppelgänger, die mit Bowlinghemd und Bermudas durch die Münchner Innenstadt latschen, und versuchen, den Lebensstil und die modischen Entgleisungen ihres Helden aus „Two and half a Man“ nachzuahmen. Was natürlich schief geht, denn der Look ist nicht lässig dadurch, was der lebensfrohe Jinglekomponist trägt, sondern nur durch seine Persönlichkeit – und die kann, Gott sei Dank, niemand kopieren. Außerdem ist eine Fernsehserie eine Fernsehserie und da steht halt im Drehbuch, dass Charlie Sheen auch mit Socken in Sandalen und fieser Frisur ein toller Verführer ist, im realen Leben muss der sich seine Frauen auch kaufen.

In Deutschland dagegen wollen alle Frauen statt Mr Big nun nur noch einen Mann, der aussieht wie Henning Baum. Der „letzte Bulle“ ist die Form Mann, auf die sich alle Fernsehzuschauerinnen irgendwie einigen können. Da geht ein kollektives „Hach!“ durch die deutschen Wohnzimmer und ganz, ganz viele Frauen gucken jeden Montag eine mittelmäßige Krimiserie, weil der Hauptdarsteller so „süß“ ist.  Deswegen kopieren immer mehr schlaue Typen den Retro-Look des blonden Herzensbrechers, Hawaiihemden, Lederjacken, Jeans – und bloß nicht zu modisch, sondern so eher Bauarbeiter-kernig. Das kommt an. In München kann man Mode die dazu passt, im Vintage-Laden Alexa’s (Utzschneiderstrasse 15) erwerben, wo derzeit verstärkt dieser 80er Jahre-Look nachgefragt wird „Haben sie Hawaiihemden und Lederjacken, so wie beim letzten Bullen?“ ist derzeit dort eine viel gefragte Sache – Männer sind da lernfähig und kennen alle Tricks.

Die Jungs, die dagegen im Look von „The Big Bang Theory“ herumlaufen, versuchen nicht, ihren TV-Alter-Egos ähnlich zu sehen, sondern im Gegenteil, sind ein Beweis dafür, dass die Kostümbildner dieser Serie verstanden haben, wie so ein Nerd aussieht – egal auf welcher Seite des Atlantiks. Dort sind allerdings die Gadgets der Renner, ich kenne wen, der jetzt auch einen Toaster hat, der ihm Bilder aus Kampfstern Galactica auf den Toast brennt. (65 Dollar) Wer so was braucht, wird auf http://www.sowaswillichauch.de fündig und kauft sich Eiswürfelbereiter in Space Invader Form…Ich glaube, ich finde die Jungs von Big Bang am coolsten…

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Und ihr wundert euch?


Gleich vorneweg: ich hab die Petition gegen das Verbot von Spielen unterzeichnet, weil ich es zum einen unmöglich finde, dass Erwachsenen der Spaß zensiert wird aufgrund von Jugendschutz, zum anderen, weil ich befürchte, dass dann auch wirklich tolle Spiele nicht mehr den Weg nach Deutschland finden.

ABER: Die Gamesbranche macht es ihren Kritikern leicht. Zu leicht. Ich hab gestern abend durch ein Gamingheft geblättert, das mein Freund erworben hatte. Und ich hab nur noch mit den Augen gerollt. Wer nach der Lektüre dieses Heftes glaubt, dass Gamer alle einen an der Waffel haben, dem kann ich nur beipflichten. Es dauerte bis Seite 52, bis es eine Seite gab, auf der nicht jemand grade auf die eine oder andere Art in die nächste Welt befödert wurde. Danach wieder 10 Seiten später was Ruhiges und irgendwo dann nochmal drei Seiten zum Thema Fifa 2010. Das wars mit den Nichtgewaltspielen.  Sonst quollen die Seiten über von Shootern, Zombieshootern, Kriegsspielen, Nazizombies, Zombiepiraten, Monstern, Orks, Soldaten, Einzelkämpfern, Schwertkämpfern, Attentätern…Es hat mich traurig gemacht, diese Zeitung zu lesen. Die Gamesinhalte waren so läppisch und so auf billigste Effekte gebürstet. Und der größte Käse wurde am meisten gelobt, weil die Zombies eine so tolle Graphik hatten.

Was ich mich jetzt frage:  Ist das tatsächlich eine realistische Abbildung dessen, was die Publisher produzieren? Oder sind die Redakteure, die solche Zeitungen schreiben, so begeistert von der tollen Graphik eines Shooters, dass sie dem immer mehr Platz einräumen, als einem orginelleren und harmloseren, aber nicht ganz so gigantisch graphisch aufbereiteten Adventure?

Damit man mich nicht missversteht, ich finde etwa Games wie Halflife oder Bioshock toll, Assassins Creed oder Prince of Persia. Da haben die Entwickler eine ganz originelle Welt geschaffen, die Spiele sind zwar teilweise auch blutig, aber die Stories intelligent, die Graphik großartig, die Spiele nehmen gefangen und sie bieten etwas Neues. Aber der 100. Abklatsch bringt es eben nicht mehr. Ich würde mir mehr Spiele wünschen wie Portal. Keine Angst, ich will niemand dazu verdammen, nur Hexic oder Peggle spielen zu müssen oder statt Halo ein Eyepet zu bespaßen.

Aber ich würde sagen, es wundert mich nicht, wenn – wie eben passiert – die SOS-Kinderdörfer eine Spende der Gamesindustrie ablehnen. Diese Industrie ist gerade auf der Weggabelung, sich entweder im Massenmarkt zu etablieren oder ihren Ruf nachhaltig zu verlieren. Und die Hersteller der Konsolen, die Publisher und vor allem die Redakteure, Blogger und Fans täten gut daran, sich mehr auf die Qualitätsspiele einzulassen, als die Masse an Blut und Gedärmen als Qualitätskriterium zu sehen.

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Hello world!


Hallo auf meinem Blog. In einem hat die derzeitige Vodafone-Kampagne recht. Wir sind nicht da, um zu schweigen. Und, da mir mittlerweile 140 Zeichen nicht mehr ausreichen und ich keine Lust habe, immer nur die Posts anderer Menschen zu verlinken, hab ich mir selbst einen Blog angelegt.  Hello World!

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