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Bei #WeAreFFM @WeAreFFM werden Kuratoren gesucht

rebloggt von dem alex sein digitales universum || alexander schnapper:

Die letzten Tage hab ich damit verbracht, Updates bei www.wearefrankfurt.com (@WeAreFFM) einzuspielen und über ein neues Konzept für RotationCuration nachzudenken. Jetzt hoffe ich, dass bei dem Aufruf sich weitere Leute melden, die sich vorstellen können, eine Woche lang unter "WeAreFFM" zu twittern und alle möglichen Dinge und Wissenswertes über Frankfurt zu tweeten.

Ich weiß, ich selber hab das Projekt auch etwas vernachlässigt, aber ich versuche es jetzt wieder aufzupeppeln.

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Weil ichs für eine gute Sache halte...

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Frühling an Silvester


Von mir aus kann das so bleiben! 20 Grad und Sonnenschein!

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Mehr Überwachung – mehr Sicherheit? Ein Trugschlus


Da hat also das ARD Morgenmagazin 1.008 Leute zum Thema Überwachung befragen lassen: und prompt waren 81 Prozent der Deutschen dafür. Für mehr Kameras, mehr Kontrollen, mehr Polizeipräsenz. Wie die genaue Fragestellung bei dieser Umfrage ausgesehen haben mag, dass ein derartig einseitiges Bild herauskommt, lassen wir mal außen vor. Denn auch Innenminister Hans-Peter Friedrich (CDU/CSU) und die konservative Spinger-Presse waren gleich dabei: Mehr Überwachung!Grund war eine glücklicherweise nicht detonierte Bombe am Bonner Hauptbahnhof, die schnell als mögliches Werk islamistisch-salafistischer, radikaler Kreise ausgemacht wurde. Blöd nur: Die Täter hatten die Bombe vor einer Kamera platziert, der Abschreckungseffekt, den der Innenminister immer so begeistert preist, war nicht gegeben. Genauso wenig die tolle Aufklärungshilfe. Denn die Kamera am Bonner Hauptbahnhof hatte wohl gefilmt, aufgezeichnet wurde die Tat – angeblich aus Kostengründen – jedoch nicht. Verwertbare Daten kamen erst von der Kamera eines benachbarten Fast-Food-Restaurants. Bahnchef Grube will nachbessern lassen, und bald nehmen die Kameras an Bahnhöfen auch auf. Sicher ist sicher.

Ja, Kamera-Aufzeichnungen mögen die Fahndung erleichtern, aber Taten verhindern sie nicht. Kein besoffener Schläger im Blutrausch, kein Selbstmordattentäter, kein Terrorist hat je gesagt “Huch, eine Kamera, da lasse ich das lieber.” Das zeigen die Ereignisse auf dem Berliner Alexanderplatz, in U-Bahnen oder am Bonner Bahnhof in aller Deutlichkeit. Die rechten Terroristen der NSU konnten – trotz aller Kameras – einige Banken ausrauben, ohne je geschnappt zu werden. Dass die Täter womöglich leichter gefunden werden, hilft den Opfern hinterher meist auch wenig.

Dafür gehen mit der Überwachung allerorten diverse Risiken und Nebenwirkungen einher. Ein Klima des Misstrauens entsteht. Zivilcourage wird noch seltener, weil sich die Zeugen drauf verlassen, dass Papa Staat ja zuguckt und deswegen sie nicht gefordert sind zu helfen. Überhaupt: Wer schaut sich denn die ganzen Videobilder an? Bei der Polizei wird Personal abgebaut, niemand hat Zeit, zeitnah auf die Überwachung zu reagieren, es bleibt nur die erleichterte Fahndung – nachdem ein Verbrechen geschehen ist. Und: Durch die immer bessere Gesichtserkennung im Internet ist es ein Leichtes, Daten aus öffentlichen Kameras mit Internetprofilen abzugleichen. So entstehen lückenlose Überwachungsprofile, das gesamte soziale Umfeld eines “Verdächtigen” kann durchleuchtet werden. Da gerät jeder mal schnell ins Visier. Moment, nicht unbedingt jeder: Bevorzugt Menschen, die irgendwie “ausländisch aussehen“, werden von Polizeistreifen angehalten. Also meist Menschen mit Migrationshintergrund, dunklerer Haut, Bart. Sie müssen derzeit damit rechnen, jederzeit angehalten und überprüft zu werden, ihr Gepäck wird durchsucht, sie werden gefilzt. Wie schrecklich das ist und wie entwürdigend, weiß jeder, der am Flughafen durch die Sicherheitskontrolle muss. Und wenn man sich vorstellt, man müsste damit täglich sogar auf dem Weg in die Arbeit damit rechnen… Die Piraten lehnen das “Racial Profiling”, wie es in Polizeikreisen genannt wird, ganz entschieden ab. Und ist erst einmal die Videoüberwachung installiert, was kommt dann? Nacktscanner am Flughafen, warum nicht auch auf Bahnhöfen, in öffentlichen Gebäuden? Brauchen wir mehr Überwachung an Schulen, im Arbeitsamt wurden sie ja auch gefordert, um die Angestellten vor Übergriffen zu schützen. Taxen sollen mit Kameras ausgestattet werden.

Es stellt sich die Frage, was gibt es sonst für Möglichkeiten, Deutschland sicherer zu machen. Und da muss die Politik an die Ursachen ran, das ist langwieriger, schwieriger und sicher teurer als Überwachung, aber möglicherweise nützlicher. Denn was wirklich wichtig ist, ist allen Mitbürgern von klein an die Teilhabe anzubieten, niemanden zu behandeln wie Bürger zweiter Klasse. Ausgrenzung und Vernachlässigung treiben Jugendliche in die Arme von Extremisten. Wenn die Nazis im Osten die Jugendheime betreiben, Freizeitangebote anbieten, die Konzerte organisieren, dann ist auch deren Ideologie nicht weit. Auf der anderen Seite werden Jugendliche mit Migrationshintergrund von konservativen islamischen Predigern fanatisiert und auf deren Werte eingeschworen. Wenn wir das nicht wollen, müssen wir als Staat Alternativen anbieten, Wege zeigen, für eine gute Bildung sorgen und alle Menschen gleich behandeln – einfach niemanden zurücklassen. Das ist jedenfalls der Weg, den die Piraten vorschlagen.

PS: Ich hätte gerne mehr verlinkt, aber ich will keine Tausende an Abmahngebühren latzen, wenn ich auf Webseiten von Springer etc verlinke…

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Impressionen aus Quarzazate


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Die Kashbah von Quarzazate

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So sieht eine Drogerie in der Kashbah aus

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Katzen machen eine symmetrische Siesta

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Die Tür mit Abwehr gegen böse Zauber

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Redet doch endlich mit uns!


Am vergangenen Mittwoch war mal wieder MedienMittwoch in Frankfurt. Und diesesmal war das Thema besonders spannend – vom Wert menschlicher Arbeit. Es ging um Motivation und Kreativität, um den demographischen Wandel und das, was uns alle wirklich antreibt. Von Lohn und Belohnung. Doch der Saal war vor allem da wie elektrisiert, als es darum ging, ob unser System überhaupt noch tragfähig ist.  Denn anstelle von Wischiwaschi gab es Klartext aus berufenem Munde: Besonders beeindruckt hat mich bei der Veranstaltung Professor Peter Wesner, der ein ungeschöntes und damit unschönes Bild der nahen Zukunft skizzierte: er war der Meinung, dass die Krise uns spätestens nach der kommenden Bundestagswahl im Griff hat. Und uns eine Inflation um die Ohren fliegt, die wir noch gar nicht abschätzen können. “Es war unser Fehler, den Banken zu erlauben, selbst Geld schöpfen zu können. Und es haben Leute, die gerade kein Geld haben, Geschäfte mit Leuten gemacht, die gerade keine Waren hatten. Diese Leergeschäfte waren Wetten auf die Zukunft – und die kommen uns alle teuer zu stehen.”, so Wesner.

Ich hoffe, er irrt sich. Was allerdings auffällt, dass auch immer mehr hochrangige Wirtschaftsspezialisten (wie auch Wesner einer ist) dieses düsteres Bild malen. Und das, während die Regierung beschwichtigt und alle auf den Euro und den ESM einschwört. Es gibt so viele Ungereimtheiten in der Krise: Erst mahnt z.B. Frau Lagarde, es ginge nur noch ganz wenige Monate, sonst wäre alles den Bach runter,  jetzt – dank dem Verfassungsgericht – hat es die Krise plötzlich gar nimmer so eilig. Was soll das – kann man die Krise aufhalten, indem man ihr einfach sagt, halt kurz still? Natürlich nicht. Das davor war Druck und Panikmache. Wieso? Wieso etwas so Elementares schneller durchpeitschen als ein Meldegesetz? (Fast)

Ich möchte von unserer Regierung etwas Großes: die Wahrheit. Ich will keine Schönfärberei, sondern hören: wie kann es im schlimmsten Fall ausgehen, wie im besten? Mir wäre sogar mit einem “ich hab auch keine Ahnung, was passieren wird, aber wir haben uns für die Bankenrettung entschieden, weil…”. Das wär doch mal was. Einfach sagen, was euch antreibt. So doof sind wir nicht, wir können das ab – ich mein, mit den Folgen müssen wir ja auch leben. Ich hab zwar keine Ahnung, wie der Weg aus der Krise führt, aber ich hätte gerne die Gewissheit, dass ihr wißt, was ihr tut. Das Mißtrauen ist derzeit extrem tief – wie berechtigt, vermag ich nicht zu sagen. Es gibt doch nur ein paar Gründe, uns nichts oder zu wenig zu sagen:

a) Ihr wißt es auch nicht

b) Die Wahrheit würde euch Wählerstimmen kosten

c) Ihr haltet uns für zu doof, das zu kapieren.

Nichts davon ist besonders gut im Umgang mit dem Souverän Volk. Bekannte von mir haben schon vermutet, dass der Polizei-Overkill bei Blockupy eigentlich eine Generalprobe war, um zu testen, wie’s geht, wenn tatsächlich die Molotowcocktails gegen die Bankentürme fliegen. Es ist schlimm, dass viele Bürger der eigenen Regierung so etwas zutrauen und derartig mißtrauen. Deswegen wäre Reden klasse. Jetzt, bevor es zu spät ist. Wir halten die Wahrheit aus. Besser, als ewige Hinhalterei bis zur kommenden Bundestagswahl und anschliessendem Börsencrash. Weil dann wird es ungemütlich.

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Ich glaub es hackt – was für eine Kampagne!!!


So, jetzt hab ich lang nix mehr geschrieben, wie es immer bei mir ist, wenn es im Leben drunter und drüber geht… Aber mich regt gerade diese Aktion des Handelsblatts dermassen auf, dass ich was loswerden muss. Ich stehe nämlich auf beiden Seiten, bin Kreative und zugleich bin ich Piratin.

Will ich, dass die Kreativen von Luft und Liebe leben? Nein!

Will ich , dass alles, alles im Internet umsonst zu bekommen ist? Auch nein.

Ich will, dass Leute für ihre Arbeit anständig entlohnt werden. Nur, woran liegt das eigentlich, dass es vielen Kreativen derzeit nicht gut geht? Die Antwort der 100 Köpfe im Handelsblatt ist klar: an der bösen Umsonst-Kultur im Internet, wo alles geraubt und gestohlen wird, was andere mühevoll erschaffen haben. Hmmm. Stimmt das so? Ich sage nein.Wo wird denen denn was gestohlen?

Klar, die Verleger ärgern sich, dass sie ihr Zeug im Internet umsonst anbieten müssen. Was aber daran liegt, dass das, was sie da produzieren, niemandem einen Cent wert ist. Und warum? Weil es liebloses, mit Werbung, Popups und Bannern versauter Mist ist, heruntergetipselt von unterbezahlten Praktikanten, schlecht recheriert und meist aus amerikanischen Blogs zusammengeklaut. Jawohl, GEKLAUT. Warum soll ich bei xy online drei Tage später etwas lesen wollen, was Perez Hilton oder gofugyourself drei Tage früher und dazu noch besser geschrieben präsentieren? Denn wer hat je erlebt, dass Artikel geklaut werden, welcher Blogger, welcher Pirat hat sich je den teuren, ach so wertvollen Content angeeignet, den die Online-Ausgaben der Zeitungen verbreiten? Hab ich noch nie gesehen.

Freie Redakteure und Fotografen werden oft mit einem Hungerlohn abgespeist, bei Konzerten nimmt man nicht mehr die Aufnahmen eines Fotografen vor Ort, der einen besonderen Moment des tatsächlichen Konzerts einfängt, sondern nimmt den kostenlosen Promoshot des Veranstalters als Aufmacherbild – Kosten senken, Kosten senken. In den Redaktionen werden die teuren Redakteure entlassen und durch Sogutwiemsonstkräfte ersetzt, billig muss alles sein, billig und dankbar müssen die Jungjournalisten sein, dass sie überhaupt für das Blatt schreiben dürfen.

Toprecherchierte Artikel findet man heutzutage in Blogs, wo auch Guttenberg und Konsorten aufgedeckt wurden, wo heute Meinung und Politik gemacht wird. Diese Blogs verdienen Geld, weil das Publikum lesen will, was da produziert wird. Das Internet ist der Tod der Kreativität? Dass ihr es wagt, mit euren in die Jahre gekommenen Blättern von Kreativität zu reden. Habt ihr euch mal umgekuckt, was da im Internet an wirklicher Kreativität geboten wird? Und nochwas: Die Leute machen das freiwillig, umsonst – um sich und der Welt eine Freude zu machen. Und werden, wenn sie richtig gut sind, trotzdem Millionäre, wie Simon Tofield, der Erfinder von Simon’s Cat. Oder ein Mister Tutorial. Oder, oder, oder…

Klar, die Musikindustrie ist die einzige Industrie, die wirklich einen Grund hat, sauer zu sein aufs Internet, das muss ich einräumen. Ansonsten? Das Dilemma ist hausgemacht – und auch da zu lösen. Bietet etwas, was so geil ist, dass ihr es nicht verschenken müßt. Alles andere könnt ihr gepflegt vergessen.

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Spezl-Wirtschaft mit Würstl und Kraut


Wir in Deutschland machen es uns gerne einfach. Ängstlich werden neue Lösungen gemieden. In jedem Bereich. Im Fernsehen spielen deswegen gefühlte 5 Schauspieler rotierend in allen Fersehsendungen mit, es gibt fünf Moderatoren, wenn einer was zum Internet erzählen soll, lädt man Sascha Lobo ein und wenn es um Sex geht Charlotte Roche. Das Leben ist einfach in den Medien, nimm wen Bekanntes, da weißt Du, wen Du kriegst.

So scheinen auch die Weber zu denken. Das beweist die Kooperation von McDonald’s mit Alfons Schuhbeck, der neben Lafer, Lichter und Mälzer immer herhalten muss, wenns ums Kochen geht. Schuhbeck ist momentan sehr umtriebig (siehe letztes Blogpost) und deswegen auch nicht im Mindesten ein Garant für das, was er verkörpern soll. Exklusivität und Qualität.

Das sieht er naturgemäß anders und so erklärt er der w&v:  “Das Unternehmen und ich haben nicht nur denselben hohen Anspruch an Qualität – wir wollen auch einfach zeigen, wie gut wir zusammen zünftiges Hüttenflair in die McDonald’s Restaurants bringen können.“ Der Gourmet-Ritterschlag für den Werbepartner., säuselt w&v…. Nein, denn der Qualitätsanspruch von Alfons Schuhbeck scheint bei der Wahl seiner Werbepartner denkbar klein zu sein: Wer erinnert sich noch an das Escoffier-Disaster, das Foodwatch abstrafte? Schuhbeck ist ein großartiger Koch – wieso gibt er seinen guten Namen für fragliches Machwerk her? Muss er immer noch die Schulden abtragen, weil er in dubiose Finanzgeschäfte verwickelt war?

Natürlich hat diese Koop mit McDonalds der Hoeneß eingetütet, der Schuhbeck ist ja auch der Lieblingskoch des FC Bayern und weil eine Hand gerne die andere wäscht wird der Spezl natürlich eingeladen, wenn es gilt, den Hoeneß-Würstl-Burger unters Volk zu bringen.

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Tag 3: Ich mache eine Fischpediküre


In einer Einkaufspassage von Kilkenny stosse ich auf ein seltsames Geschäft. Ein heller Raum mit nichts als Bänken drin, davor stehen Aquarien. Eine Frau sitzt drinnen, hält die Füße ins Wasser, die Fische knabbern an ihren Zehen herum. Keine Frage, ich bin auf ein Geschäft fürdie geheimnisvolle Fischpediküre gestossen, die derzeit im angelsächsischen Raum der Renner sind.

Fischpediküre???? Yep. Stammt aus Thailand…Kleine Fische ernähren sich von den abgestorbenen Hautzellen und die Haut wird schön und samtig. Da die Viecherl sich jedoch nicht durch die ganze Hornhaut nagen (das wäre ja furchtbar und eher eine Piranha-Pediküre, die wirklich niemand will), ist es eher als sanftes Peeling zu verstehen, nicht als Ersatz für eine Pediküre. Die Besitzerin des Coral Bay in Kilkenny erklärt mir alles genau und ich buche eine Viertelstunde Treatment. Für mich war es neu, Recherchen haben ergeben, dass es auch schon in Deutschland eine Reihe Geschäfte gibt, die sowas anbieten.

Alles in allem: es war ein großer Spaß. Anfang sieht ein bißchen …ungewöhnlich…aus, ist aber superangenehm. Am Anfang kitzelt es wie blöde, aber man gewöhnt sich schnell daran. Dann ist ist es, als ob lauter zentimetergroße Masseure an den Füßen herumzupfen. Feine Sache. Sobald es das in Frankfurt gibt, gehe ich wieder hin.

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Tag 3: Hexen, Bier und Barden in Kyteler’s Inn


Auf der Suche nach einem originalen Pub sind wir zu Kytelers Inn in Kilenny gekommen. Seit 1324 gibt es die Kneipe, gegründet von einer Alice Kyteler, dem Opfer des ersten Hexenprozesses in Irland. Dementsprechend ist mit viel Hexen und Gruselkram verziert, die Kronleuchter seit der Erfindung der Glühbirne nicht mehr vom Staub befreit.  Aber es ist urig und gemütlich und das Cider und das Kilkenny schmeckt. Ab 21 Uhr ist irische Musik angekündigt und wir warten gespannt.

Der Gastraum füllt sich. Verdächtig viele Funktionsjackenträger dabei..sind das Iren oder Touristen? Die meisten sind Touristen, wie sich herausstellt, aus allen Weltgegenden, von Chicago bis Perth, von München bis Schweiz und jede Menge Japaner kommen im Laufe des Abends dazu. Keine Frage, wir sind im irischen Hofbräuhaus gelandet, der örtlichen Touristenkneipe. Macht nix, die Raglan Rogues spielen super auf, wirklich sehr sehr toll. Nur, dass sie beim Wild Rover einmal auf “an der Nordseeküste” umschwenken, für die deutschen Touristen, das hätte es nicht gebraucht. Ansonsten konnte ich leider von diesen zwei tollen Musikern nichts finden im Netz, ich hätte Euch gerne eine Kostprobe geboten.

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Der deutsche Konsument – ein Jammer


Dieser Preis ist ein Armutszeugnis für den deutschen Verbraucher: Textildiscounter KIK wurde bei einer Befragung von 49.000 Konsumenten zum “Händler des Jahres 2011″ gewählt. Und zwar in der Kategorie “Herren-und Damenmode”.

“Zu diesem Ergebnis kommt das Marktforschungsinstitut Q&A Research & Consultancy, das rund 49.000 Verbraucher zu 24 Handelssegmenten und jeweils neun Einkaufsaspekten befragt hat. Der Textil-Discounter punktete vor allem in den Bereichen Preisniveau und Preis-/Leistungsverhältnis. Die Marktforscher von Q&A hatten neun Einkaufsaspekte abgefragt: Sortiment, Kundenfreundlichkeit/Personal, Preis-Leistungsverhältnis, Service, Angebote, Preisniveau, Atmosphäre, Innovation sowie Fachkundigkeit des Personals.” heißt es in der Pressemitteilung von KIK.

Das zeigt mal wieder, was der deutsche Verbraucher will. Qualität? Egal. Schlechte Arbeitsbedingungen? Egal. Modische Eleganz? Egal. Nachhaltigkeit? Egal. Beratung, Ambiente, Orginalität…egal, egal, egal…Hauptsache billig. Ich könnte schier durchdrehen – ich finde es entsetzlich, dass bei Kleidung sowie Lebensmitteln, zwei Themen, die uns jeden Tag direkt treffen, Qualität nicht zu zählen scheint. Wie kann es sein, dass viele Menschen hierzulande zwar ein Auto fahren, das weit über ihre Verhältnisse geht, dass sie Elektronik vom Allerfeinsten erwerben, aber da, wo es ums tägliche Wohlbefinden geht, da wird dann gespart. Ist es so schwer, darüber nachzudenken, was man mit diesem Kaufverhalten anrichtet? Wieso verkommen unsere Verbraucher zu teigigen GeizistGeil-Konsumenten, die ihre Fleischwurst-Wampen in die KIK-Leggings zwängen? Was läuft hier falsch?

Ja, ich weiß, ich rede mich leicht, ich kann es mir leisten, woanders zu kaufen. Ich bin kein Hartz IV-Empfänger. Aber ich bezweifle, dass all die 49.000 befragten Hartz IV-Empfänger waren.

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