Archiv der Kategorie: Mode

Ist das Leben nur dünn schön?


Gestern abend war ja wieder Oscar-Nacht. Alle Schauspielerinnen schön, dünn, elegant, fleckenlos, faltenlos, grauhaarlos, körperhaarlos – einfach perfekt. Perfekt? Im Gegensatz dazu heute der Blogpost von @fraumaja. Denn sie entspricht diesem Ideal nicht – wie die meisten anderen Menschen. Nein, Frauen entsprechen dem nicht, denn bei den Männern ist das etwas anders, da wird nicht so genau geguckt, wer schön ist und wer nicht.

Ich entspreche dem Ideal auch nicht, ich habe Kleidergröße 40/42, eine Welt entfernt von den notwendigen Hollywoodmaßen. Muss ich mich deswegen schlecht fühlen? Muß sich Frau Maja deswegen schlecht fühlen? Nein, aber wir tun es trotzdem, wir verzweifeln in Umkleidekabinen an Hosen, deren Größenangaben ein Joke sind, wir verzweifeln im Alltag, weil einem von jeder Plakatwand entgegenleuchtet, wie man zu sein hat.  Im Fernsehen kommen wir Frauen nur als Model oder als lustige Dicke ala Cindy vor, deren Witz darin besteht, zu sagen, dass sie zu fett für alles ist “Brüderle sagt, ich könnte drei Dirndl ausfüllen.” Na gut, wers mag. Dazwischen gibt es nix, außer bei unterirdischen Kuppelshows dürfen dickere Kandidatinnen dabei sein, da wird dann der “Elephant Walk” als Hintergrundmusik eingespielt.

Ich möchte den Bereich Beziehungen ausnehmen, weil es Liebhaber aller Figuren gibt. Obwohl natürlich das permanente Vorhalten des Idealstatus auch nicht gut für das Selbstbewußtsein ist. Und Selbstbewußtsein ist wichtig, wenn man wen sucht. Onlinedating kann man ohne Idealmasse vergessen, denn dort im Land der vermeintlich unendlichen Möglichkeiten glaubt eh jeder, dass hinter der nächsten Ecke immer noch was besseres lauert, und wenn da nicht die Superfrau steht, wird schnell weitergezappt. (Das Problem haben Männer aber auch)

Und sagt nicht – macht euch  nichts draus, darum geht es nicht im Leben. Es stimmt, darum geht es nicht. Trotzdem ist es eine Diskriminierung, die genauso verletzt wie die mit Hautfarbe, Religion oder Alter. Ist es gesellschaftlich okay, Dicke zu diskriminieren? Wobei “dick” oft seltsam definiert wird. Ich war neulich in einer Boutique in Frankfurt, die nur bis Größe 38 überhaupt ordert, darüber gibt es nix, was ich eine dezente Unverschämtheit finde. Man wollte mir dann dort ein Paar Schuhe! andrehen, aber das muss dann auch nicht sein. Wer mein Geld nicht will, kriegt es auch nicht. Eine weibliche Piratin, schlau, witzig, eloquent, wurde bei Talkshows abgelehnt als “nicht telegen genug”, wie der Sender meinte. Und ihr das auch brettelbreit ins Gesicht sagte. Ich war sprachlos. Das ist eine bodenlose Frechheit und Diskriminierung.

Bitte, nehmt diese Diskriminierung genauso ernst wie jede andere auch.

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Reise nach Marokko


Ich bin neulich in Marokko gewesen – und nach all den ernsten Artikeln möchte ich ich euch wieder was Netteres präsentieren – Meine Reise führte mich nach Tatooine, zu Asterix und Kleoparta, ich wurde in die Wüste geschickt und hatte eine strange Begegnung mit dem ehemals gesuchtesten Mann der Welt. Ich hab ein Mitglied der Skimannnschaft Marokkos kennengelernt, sehr gut gegessen und tolle Mode eingekauft, das Tal der Rosen gesehen und vor allem erschnuppert und zu guter Letzt auch Catcontent gesichert. Ziemlich gut für ein paar Tage Urlaub…

Mehr dazu in den kommenden Tagen. :)

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Label of Love – Frieden zum Umhängen


Label of Love find ich toll: Das Label verbindet die Symbole von Judentum, Christentum und Islam zu einer Einheit. Ein tolles Signal in dieser Zeit. Was es bislang nur als Schmuck in Gold oder Silber gab, gibt es auch als Tuch – mal was anderes als ein Pala…: Mit dem Symbolwurden Halstücher in verschiedensten Farben und Motiven aus Seide oder Baumwolle kreiert. Das Ergebnis: Das Markenzeichen mit den Symbolen der drei Weltreligionen (Christentum, Judentum und Islam) bildet geometrische Muster, die Blumen lassen die Tücher verspielter aussehen. So wird mit dem Tuch von LABEL OF LOVE jeder Look zu einem Hingucker!

Viel Liebe steckt im Design genauso wie hinter der Marke: LABEL OF LOVE symbolisiert mit dem 3er-Zeichen den Glauben an Respekt, Liebe, Frieden und Gemeinschaft. Die Marke steht ebenso für Rebellion gegen veraltete Dogmen und Regeln. Es ist eine Marke für die neue Generation im 21. Jahrhundert, die Menschen mit unterschiedlichen Religionen, Nationalitäten oder Hautfarben nicht verachtet, sondern mit ihnen tolerant und respektvoll umgeht.

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Frauenfeindlich oder Postgender? – Männermodel wirbt für BH


Klar, deutlicher kann man den Punkt nicht rüberbringen:  der BH zaubert zwei Körbchengrößen mehr hin, auch dort, wo vorher nix war. Eine holländische Unterwäsche-Marke namens HEMA hat Andrej Peijic verpflichtet. Wer das ist? Eine Art Transenmodel, das sowohl für Männer als auch Damenkollektionen läuft. Eigentlich eine coole Neuinterpretation von Geschlechterrollen, nicht Mann, nicht Frau – oder aber beides und beides sogar besonders toll.

Aber es gibt da doch so einen Punkt, der mich stört. Denn der schöne Andrej ist eigentlich die Frau 2.0, die sich Modemacher immer wünschen. Androgyn, ohne Busen, ohne Hüften, ohne Cellulitis. Perfekt geeigneter Kleiderständer. Nur eben keine Frau. Postgener und frauenfeindlich zugleich, weil eben kaum eine Frau so aussehen kann, wenn sie sich nicht völlig gegen ihre Natur wehrt und sich auf  die Knochen runterhungert. Deswegen wird aus der augenzwinkernden, ach so toleranten Wahl des Models ein sehr intoleranter Akt gegen die Frauenfigur.

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Tag 3: Ich mache eine Fischpediküre


In einer Einkaufspassage von Kilkenny stosse ich auf ein seltsames Geschäft. Ein heller Raum mit nichts als Bänken drin, davor stehen Aquarien. Eine Frau sitzt drinnen, hält die Füße ins Wasser, die Fische knabbern an ihren Zehen herum. Keine Frage, ich bin auf ein Geschäft fürdie geheimnisvolle Fischpediküre gestossen, die derzeit im angelsächsischen Raum der Renner sind.

Fischpediküre???? Yep. Stammt aus Thailand…Kleine Fische ernähren sich von den abgestorbenen Hautzellen und die Haut wird schön und samtig. Da die Viecherl sich jedoch nicht durch die ganze Hornhaut nagen (das wäre ja furchtbar und eher eine Piranha-Pediküre, die wirklich niemand will), ist es eher als sanftes Peeling zu verstehen, nicht als Ersatz für eine Pediküre. Die Besitzerin des Coral Bay in Kilkenny erklärt mir alles genau und ich buche eine Viertelstunde Treatment. Für mich war es neu, Recherchen haben ergeben, dass es auch schon in Deutschland eine Reihe Geschäfte gibt, die sowas anbieten.

Alles in allem: es war ein großer Spaß. Anfang sieht ein bißchen …ungewöhnlich…aus, ist aber superangenehm. Am Anfang kitzelt es wie blöde, aber man gewöhnt sich schnell daran. Dann ist ist es, als ob lauter zentimetergroße Masseure an den Füßen herumzupfen. Feine Sache. Sobald es das in Frankfurt gibt, gehe ich wieder hin.

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Der deutsche Konsument – ein Jammer


Dieser Preis ist ein Armutszeugnis für den deutschen Verbraucher: Textildiscounter KIK wurde bei einer Befragung von 49.000 Konsumenten zum “Händler des Jahres 2011″ gewählt. Und zwar in der Kategorie “Herren-und Damenmode”.

“Zu diesem Ergebnis kommt das Marktforschungsinstitut Q&A Research & Consultancy, das rund 49.000 Verbraucher zu 24 Handelssegmenten und jeweils neun Einkaufsaspekten befragt hat. Der Textil-Discounter punktete vor allem in den Bereichen Preisniveau und Preis-/Leistungsverhältnis. Die Marktforscher von Q&A hatten neun Einkaufsaspekte abgefragt: Sortiment, Kundenfreundlichkeit/Personal, Preis-Leistungsverhältnis, Service, Angebote, Preisniveau, Atmosphäre, Innovation sowie Fachkundigkeit des Personals.” heißt es in der Pressemitteilung von KIK.

Das zeigt mal wieder, was der deutsche Verbraucher will. Qualität? Egal. Schlechte Arbeitsbedingungen? Egal. Modische Eleganz? Egal. Nachhaltigkeit? Egal. Beratung, Ambiente, Orginalität…egal, egal, egal…Hauptsache billig. Ich könnte schier durchdrehen – ich finde es entsetzlich, dass bei Kleidung sowie Lebensmitteln, zwei Themen, die uns jeden Tag direkt treffen, Qualität nicht zu zählen scheint. Wie kann es sein, dass viele Menschen hierzulande zwar ein Auto fahren, das weit über ihre Verhältnisse geht, dass sie Elektronik vom Allerfeinsten erwerben, aber da, wo es ums tägliche Wohlbefinden geht, da wird dann gespart. Ist es so schwer, darüber nachzudenken, was man mit diesem Kaufverhalten anrichtet? Wieso verkommen unsere Verbraucher zu teigigen GeizistGeil-Konsumenten, die ihre Fleischwurst-Wampen in die KIK-Leggings zwängen? Was läuft hier falsch?

Ja, ich weiß, ich rede mich leicht, ich kann es mir leisten, woanders zu kaufen. Ich bin kein Hartz IV-Empfänger. Aber ich bezweifle, dass all die 49.000 befragten Hartz IV-Empfänger waren.

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Navabi – schöne Designer-Mode für Größe 40+


Ich wollte mal schauen, was die Designer so treiben für Größe 40 +, ich hab ja schon seit längerem angemahnt, dass da mal was passieren sollte. Und da stoß ich auf die Webseite von Navabi. Ich bin hellauf begeistert. Keine Magermodels zeigen die Kleider, sondern wunderschöne Models mit Maßen, mit denen sich die Kundschaft identifizieren kann. Die Designer, darunter Sallie Sahne, Cavalli, Tuzzi Nero oder – wers legerer mag – By S.Oliver sind weit weg von spießigen Dicken-Zelten. Graue Maus geht anders. Bei Navabi gibt es eigentlich alles, was man gerne trägt. Und was gut ausschaut. Ein Magazin auf der Webseite zeigt mögliche Kombinationen und Trends. Ich bin ehrlich begeistert und wünsche dem Online-Geschäft viel Glück. Kundschaft dafür gibt es genug.

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Der Trachtenfasching und die echte Tracht


Ich glaube, ich werde es nie schaffen, in meinem Blog eine einheitliche Linie und ein einheitliches Thema zu finden – und eigentlich ist es auch egal. Mein Blog, meine Regeln…heute wieder ein Modethema. Ein Bayerisches.

Heute will ich mal eine Aufklärungsaktion starten, um zu erklären, wo die bayerische Tracht eigentlich herkommt. Die ist nämlich eigentlich nur die Tracht eines einzigen Tals und es ist definitiv nicht wahr, das Tracht auch nur ansatzweise in München heimisch wäre. Bis in die späten  Neunziger haben nur die wenigsten Leute Tracht auf der Wiesn getragen, das ist ein Marketing-Gag, seit das Fest um 2000 herum zum Event hochgejazzt wurde und aus der Wiesn ein reservierungspflichtiger Trachtenfasching wurde. Damals war es nicht mal besonders cool, auf die Wiesn zu gehen – heute darf man sich nicht nicht blicken lassen…mittlerweile gibt es sogar Kosmetikkollektionen, die sich nur dem Thema Oktoberfest widmen, obwohl das Ding nur eine einzige Stadt in Deutschland betrifft…

Es war einmal, im schönen Tegernseer Tal, da trugen die Bauern eine sehr praktische Arbeitskleidung. Feste Lederhos’n aus Hirschleder, teilweise sehr schön bestickt. Am Hosenbein gab es eine kleine Tasche, da steckte der Veitl, das Essmesser, drin. Dazu trugen die Männer Leinenhemden, graue Filz-Janker drüber. Die Bauersfrauen hatten schlichte Kleider an, meist mit Mieder bis unter die Brust, weil der fast permanente Babybauch keine Taille erlaubte. Darüber Schürzen, die man öfters waschen konnte. Für den sonntäglichen Kirchgang gab’s ein anderes, gutes G’wand, fast immer schwarz. An dieser Kleidung fanden die Leute im Tegernseer Tal nix besonderes.

Doch dann kamen die reichen Sommerfrischler aus der Stadt, aus München, allen voran der Prinzregent Luitpold, und die bewunderten die Trachten sehr. Die wirkten so volkstümlich, so bequem, im Gegensatz zu all den komplizierten Frauengewändern mit ihren Miedern, Rüschen, Reifröcken und Aufbauten. Auch die Männer waren von den Lederhosen begeistert, sie trugen sie zum Bergwandern oder zur Jagd, sie spielten damit einfacheres Volk und hatten einen Spaß dabei. Die Tracht machte alle gleich. Zuerst.

Aber die Städter, vor allem die Damen, brezelten die Bauerndirndl gewaltig und modisch auf, mit Seidenstoffen, mit viel Silber und Gehänge – niemals zum Arbeiten geeignet. Die Lederhosen für die Männer blieben gleich. Insofern ist das, was derzeit auf dem Oktoberfest herumläuft, immer noch historisch in Ordnung – jedenfalls wenn man das mit damals vergleicht. Ursprünglich ländliche Trachten, die auf Teufel komm raus aufgemotzt werden.

Im Tegernseer Tal gab es auch ein Theater, das von einem gewissen Herrn Terofal – der hatte als erster die Idee, mit bayerischen “Bauernstücken” auf eine weltweite Tournee zu gehen und so war das Image des bayerischen Trachtlers erst deutschlandweit, dann weltweit zementiert.

Was derzeit auf dem Oktoberfest als Tracht geführt wird, ist teilweise schön, teilweise megapeinlich und nur in den seltensten Fällen halbwegs traditionell. Die sündteuren Promitrachten darf man getrost unter der Kategorie “so viel Geld für so wenig Geschmack” ablegen, aber mei, das ist eben die Liberalitas Bavariae, das wir solchen Adabei-Grusel auch durchgehen lassen…

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Ganz lässig einfach gut gestylt mit Rosebowl & Bricks


Rosebowl & Bricks ist seit April in Deutschland erhältlich – das brandneue Label ist perfekt für alle, die einen relaxten, sexy Look bevorzugen. Der seltsame Name ist von einem Markt abgeleitet: Rose Bowl ist ein riesiger Flohmarkt in Pasedena, Kalifornien, eine weltbekannte Pilgerstädte für Schnäppchenjäger, Sammler, Raritäten-Liebhaber und Künstler. In den endlosen Reihen und Ständen mit Vintage-Mode suchen vor allem internationale Designer nach Inspirationen.

Diesen Spirit soll die Kollektion verkörpern: Aus superweichen Sweatshirtstoffen oder Strick entstehen lässige Basics, Lieblingsstücke, die man nicht nach einer Saison wieder als unmodisch entsorgen muss. Die graue Sweatpant hat eh – kombiniert mit einem Blazer –  den Alltag erobert, bei Rosebowl & Bricks gibt es das Lieblingsstück im besonderen Used-Look in verschiedenen Grau-Abstufungen. Alle Teile der Kollektion werden individuell bearbeitet, so dass jedes Stück ein Unikat ist.

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Warum man sich als Normalsterbliche nie neben ein Model setzen soll


In der dgh Styling Lounge

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